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Bericht vom 11. Bauerntag |
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Die Absatzchancen für deutsche Fleischprodukte standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Vortragstagung der Erzeugergemeinschaften der VzF GmbH und des Niedersächsischen Kompetenzzentrums Ernährungswirtschaft (Nieke).
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| In der Begrüßung betonte der Vorsitzende des Aufsichtrates der VzF GmbH Eckhard Koch die nötige Ausrichtung der deutschen Schweineproduktion auf den Export und die speziellen Anforderungen der Märkte. Der Geschäftsführer der VzF GmbH Dr. Conrad Welp stellte Nieke als Partner für die Ernährungswirtschaft und die Aufgaben der VzF GmbH vor. |
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 Die Absatzchancen für die niedersächsische Wirtschaft behandelte die neue niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung Astrid Grotelüschen. Sie lobte nach der Vorstellung ihres eigenen Werdeganges den Anteil der Netzwerkpartner Nieke und VzF GmbH am Erfolg der niedersächsischen Veredlungswirtschaft. Sie hob die herausragende Bedeutung der Landwirtschaft als zweitwichtigste Wirtschaft in Niedersachsen hervor. Niedersachsen als "Land der Lebensmittel" spiele in der ersten Liga mit einem hohen Know how, einem hohen Qualitätsanspruch und guten Strukturen besonders in der Veredlung. Niedersachsen müsse deshalb auch für die anderen Bundesländer eine Führungsrolle übernehmen und sie auch in Brüssel umsetzen.
Von den Leistungen der Landwirtschaft profitiere die Ernährungswirtschaft aber auch die vorgelagerten Bereiche mit Futtermittelindustrie, Stall- und Agrartechnik. Im Blick nach vorne stellte die Ministerin die Innovation in den Vordergrund, Stillstand sei Rückschritt. Die Einstellung auf die Ansprüche der Verbraucher und die Besetzung der Hochpreissegmente sei im Hinblick auf die Exporte in die EU besonders wichtig. Ziel sei es, auch in Zukunft landwirtschaftliche Produkte zu vermarkten und Arbeitsplätze sichern zu können. Wenn es auch Rückschläge wie im vergangenen Jahr geben könne, habe sie doch keine Angst vor der Zukunft, wenn alle Netzwerke innnovativ weiter zusammenarbeiten würden. |
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Der Geschäftsführer der AgriKom GmbH, Bonn, Helmut Brachtendorf, beleuchtete das Thema "Deutsches Fleisch - Stellenwert der Branche und ihrer Produkte bei den deutschen Verbrauchern". Nach dem Ausfall der CMA sei die Öffentlichkeitsarbeit für die Fleischwirtschaft praktisch ausgefallen. Die "Empörungsindustrie" habe ein Übergewicht in der öffentlichen Wahrnehmung erhalten. Ziel der Agrikom sei es, wieder eine gemeinsame Kommunikation der Fleischbranche von der Produktion bis zum Produkt aufzubauen.
Für das erklärungsbedürftige Produkt Fleisch sei die Pressearbeit die Basis für alle weiteren Maßnahmen. Positive Bereiche sollten dabei hervorgehoben und Vorbehalte abgebaut werden. Da 50 % der Verbraucher auf eine negative Berichterstattung reagierten, sei ein Pressedienst und pro- und reaktive Maßnahmen wichtig. Dazu gehöre im Tagesgeschäft die Platzierung von Infos und das Aufgreifen aktueller Ereignisse. Eine Mehrzahl von Journalisten würden informieren wollen und seien für Sachinformationen offen. AgriKom kontaktiere deshalb Redaktionen direkt und spreche Multiplikatoren wie Lehrer und Ärzte direkt an. Eine weitere Maßnahme sei der Webauftritt mit vertiefenden Informationen und Warenkunde.
Inhaltlich könnten z.B. die Vorzüge der modernen Produktionsverfahren für die Verbraucher nach vorne gestellt werden. Auch die Einordnung von vermeintlichen oder tatsächlichen Problemen, wie z.B. der Klimaschutz, könnten in einem weiteren Umfeld sachlich dargestellt werden. |
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Steffen Reiter, Geschäftsführer der German Meat GmbH, Bonn, berichtete über die Marktentwicklungen in Osteuropa und den Absatzchancen für die heimische Wirtschaft. Osteuropa mit 406 Mio. Verbrauchern und nach wie vor hohem wirtschaftlichen Wachstum sei zu einem wichtigen Markt für deutsches Schweinefleisch geworden. Obwohl der einheimische Verbrauch stagniere, sei die Produktion in den letzten zehn Jahren um 32 % erhöht worden. Der Export sei auf ca. 2 Mio. Tonnen gestiegen, davon würden 75 % in die EU gehen. Nach Italien sei allerdings Russland der zweitgrößte Importeur. Besonders der Export in die Beitrittsländer der EU sei eine Erfolgsstory mit einem Wachstum um 353 % seit 2004. Weiteres Absatzpotential sei vorhanden.
Etwas anders sehe es im Bereich Rindfleisch aus. Die Produktion sei laufend gesunken. Traditionell sei der Export ein wichtiger Faktor, allerdings gehen 90 % in die alte EU.
Herr Reiter stellte weiter die Struktur und Aufgaben der German Meat GmbH vor. In der Nachfolge der CMA werde sie vom Bauernverband und dem Verband der Fleischwirtschaft getragen. Ihre Aktivitäten konzentrieren sich auf die Bereiche Marktöffnung, Vertriebsunterstützung, Marketing und Marktinformationen. Sie starte Projekte zu chancenreichen Ländern und arbeite mit der GEFA als übergeordnete Organisation für die Exportförderung für Agrarprodukte und Nahrungsmittel zusammen.
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